Lehr und Praktikumsbetriebe
Schweizer Berufsmeisterschaften 2009 (13.-16.10.2009)
Aktuell
7. Schweizermeisterschaften der Informatikberufe
Biel, 13. - 16. Oktober 2009
Informatikpraktiker
Qualifikationsprofil, Bildungsverordnung, Bildungsplan, Informatikpraktiker gingen in die verbandsinterne Vernehmlassung.
Einführung in möglichst vielen Kantonen geplant per 1.1.2011, d.h. Lehrbeginn August 2011.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten beiden Infopraktiker-Klassen und der sehr guten Erfahrungen und Validierungsberichte, wind wir nun daran, die grundsätzliche Einführung vorzubereiten. Dazu gehört die Erstellung der Bildungsverordnung, des Bildungsplans etc. Die Dokumente gingen am 15.10.09 in die verbandsinterne Vernehmlassung. Dazu zählen die Lehrmeistervereinigungen, die Betriebe, die Kurskommissionen, die Prüfungskommissionen und die Informatikverbände. Alle sind eingeladen, jetzt Ihre Meinung über dieses Berufsbild und die beigelegten Unterlagen zu äussern. Die Vernehmlassung dauert bis zum 7. November. Danach wird das Projektteam die Rückmeldungen bearbeiten, die definitive Fassung der Reformkommission vorlegen und das Ticket für die Einführung per 1.1.2011 beim BBT beantragen.
Die Meinung der Lehrbetriebe zählt besonders - ein Beruf soll so konzipiert sein, wie ihn die Wirtschaft braucht. Entsprechend bittet das Projektteam die Berufsbildner/-innen um etwas Zeit für dieses Anliegen. Im Begleitbrief sind einige Fragen formuliert. Das Projektteam erwartet nicht, dass z.B. im Bildungsplan jedes Detailziel kommentiert wird. Es wäre aber sehr froh, wenn Berufsbildner/-innen aus den Betrieben zur Tabelle im Qualifikationsprofil Stellung nehmen könnten und die Leitziele im Bildungsplan, resp. zum Qualifikationsverfahren (Abschluss) in der Bildungsverordnung. Die Stellungnahmen sind zu richten an: alfred.breu@zli.ch, resp. per Post zu senden an: ZLI, Herrn Alfred Breu, Hohlstrasse 550, 8048 Zürich.
Lehrlingsausbildung ökonomisch betrachtet
Ergebnisse einer breit angelegten Lehrlings- und Firmenbefragung und der zweiten Kosten-Nutzen-Studie im Auftrag des Bundesamtes für Berufsbildung, Bericht und Folien der Tagung.
Ökonomische Empfehlungen, Folien vom Anlass, Studienergebnisse, Zusammenfassung
Folien zur Veranstaltung "Lernende zu Spitzenleistungen motivieren" vom 10. Juni 2009.
Fördern durch Fordern, Folien der Tagung, Tageszusammenfassung
Mission
Die Fachgruppe Lehr- und Praktikumsbetriebe ist im Auftrage von ICTswitzerland/SwissICT der Träger der Informatik-Grundbildung und Förderer der höheren Berufsbildung. Hier tauschen sich die Delegierten der Informatik-Lehrmeistervereinigungen der Regionen/Kantone aus. Unsere Herausforderung ist die Förderung der relativ jungen Grundbildung und der höheren Berufsbildung.
Die Informatik-Lehre mit eidg. Fähigkeitszeugnis gibt es erst seit 1994, in anderen Berufen kann man auf bis zu 125-jährige Erfahrung zurückgreifen! Unser Ziel ist es, Betriebe zu ermuntern, den Nachwuchs in genügender Menge und Qualität zu "produzieren" zur Sicherung des Informatik-Standortes Schweiz. Die Informatik ist so vielfältig, dass es nicht nur Hochschulabsolventen braucht. Hingegen muss die "grosse Menge" in Zukunft deutlich besser ausgebildet sein, als in der Vergangenheit. Vor allem zählt das langfristig gültige Konzeptwissen gegenüber dem in Hersteller-Lehrgängen dozierten Produktewissen. Die Informatik-Grundbildung ist gleichzeitig der Lieferant der Fachhochschulen: die Menge deren begehrten Bachelors ist abhängig von der Menge Lehrabgänger/-innen?.Und davon hat es bekanntlich viel zu wenige. Es braucht entsprechend rund doppelt so viele Lehrplätze!
Um diese Ziele zu erreichen engagieren wir uns sehr im Image- und Lehrstellenmarketing. Wir unterstützen die Betriebe in der Schaffung von Lehrplätzen, setzen uns für eine qualitativ hochstehende Lehre ein. Die Informatik-Grundbildung beruht auf dem Prinzip des Learning by Doing: die jungen Leute sollen so rasch wie möglich in sukzessive komplexere Aufgaben eingeführt werden und als Mitarbeiter im Betrieb am Erfolg der Firma mitwirken. Eine Lehre soll auch einen finanziellen Ertrag von einigen Zehntausend Franken abwerfen. Diese Botschaft in der Informatikerwelt zu verkünden ist eine unserer Herausforderungen!
Die Fachgruppe organisiert jährliche Berufsmeisterschaften und beschickt die 2-jährlich stattfindende Weltmeisterschaft. Unlängst sind Sascha Grossenbacher als europabester Webdesigner und David Hostettler als europabester Büroapplikationsentwickler aus der Berufs-WM 2007 in Japan heimgekommen. Jetzt konzentrieren wir uns auf Calgary 2009, da hoffen wir auf Medaillen! Zusammen mit I-CH zeichnen wir die besten Informatik-Praxisarbeit des Jahres der ganzen Schweiz aus. Damit wollen wir die Qualität der Grundbildung fördern und der Abschlussarbeit einen hohen Stellenwert verschaffen.
Projekte
- Regionalmeisterschaften:
Berufswettbewerb in den Regionen oder allenfalls in mehreren Schulen in den Trades 9 IT/Software-Applikationen, 17/Webdesign und 39/Netzwerktechnik. Die Besten werden prämiert, einige davon gehen an die Schweizermeisterschaft der Informatik-Berufe.
- Schweizermeisterschaft der Informatikberufe:
Jährlich durchgeführte Berufsmeisterschaft in den Trades 9 IT/Software-Applikationen, 17/Webdesign und 39/Netzwerktechnik. Diese erfolgt im Rahmen von Swisscompetence, dem Organisator der Schweizermeisterschaften und Organisator des WM-Besuchs der Schweizer Berufsleute.
- Beste Informatik-Praxisarbeit des Jahres:
Auszeichnung der besten Abschlussarbeiten der Informatik-Grundbildung aller Kantone.
- Berufsbildungskonzept:
Wir tragen die Verantwortung über die Informatik-Grundbildung, arbeiten an deren Ajourhaltung und setzen uns für die Bereitstellung von genügend Lehrplätzen ein.
- Berufsmarketing:
Die Fachgruppe publiziert Beiträge in Fachzeitschriften, welche das Bildungskonzept bekannt machen soll und für mehr Lehrstellen und Bildungsbesuche in der höheren Berufsbildung werben.
- "Alumni Abgänger Berufsbildung" (YoungICT als Plattform für Grundbildungsabsolventen, Förderungsprogramm)
- Attestation des Acquis für Informatik-Umsteiger mit min 5-jähriger Praxiserfahrung und Niveau Informatik-Lehrabschluss
- Bearbeitung der Schnittstelle Lehrabschluss - höhere Berufsbildung, um für Lehrabsolventen auch gute Studiengänge zu sichern. Im Vordergrund steht zur Zeit der Rahmenlehrplan Informatik für höhere Fachschulen.
Mitglieder
- Daniel Berginz, EPFL, Neuchâtel
- Alfred Breu, Präsident ZLI, Zürcher Lehrmeistervereinigung Informatik, Zürich
- Jörg Cantaluppi, Präsident ILV, Informatiker Lehrmeister-Vereinigung Nordwestschweiz
- Hansruedi Küttel, a.I.-Präsident LVI, Zuger Lehrmeistervereinigung, Zug
- Matthias Moser, Geschäftsstellenleiter-Stv i-be GmbH, Lehrmeistervereinigung Informatik Bern
- Christoph Thomann, TBZ Technische Berufsschule Zürich
- Hanspeter Vogt, Berufsfachschule Baden
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