Inhalt - Tipps wie Informatiker geistig fit, agil und leistungsfähig bleiben bei Stress, Wandel in Betrieb und Technologie

Agil bleiben in einer schnellen Welt

Wir haben das Gefühl, unsere Welt drehe sich immer schneller, Wege werden immer kürzer, Daten häufen sich und die Ansprüche an Mitarbeitende steigen auf ein unerfüllbares Mass an. Wie schaffen wir es, diesen Umständen zu begegnen, uns vor uns selbst zu schützen und dem Druck von aussen standzuhalten? Einige Tipps.

Tipp 1: Stagilität als Grundsatz für Entscheide

Stagilität, eine Wortkreation aus „Stabilität“ und „Agilität“, geht davon aus, dass bei aller Agilität eine solide Basis vorhanden sein muss! Entsprechend gibt es langfristige Ziele (berufliche, private und Ausbildungsziele), die vorhanden sein müssen. Der Weg zu diesem Ziel darf agil erfolgen: kleine Etappen mit Reflektion und Korrektur; ein bewusster Umweg zur Erweiterung des Horizonts.

Tipp 2: The Trend Is Not Your Friend

Heutige Trends werden sofort zum Mainstream und alle müssen danach hüpfen. Warum nicht einmal bewusst das Gegenteil des Trends machen? Anstatt grauer Anzug eine knallige Farbe, anstatt Sushi ein Insekten-Burger oder anstatt Diplomlehrgang ein Workshop zu mehr Gelassenheit.

Es soll versucht werden, im Alltag die Alternative zu suchen. Nicht Radiokonserven, die täglich dieselben 15 Songs spielen, stattdessen ein feines Internetradio, das noch nie gehörte Musik spielt  und von dem man sich inspirieren lassen kann.

Gezieltes Hinterfragen des Bestehenden

Als im Business Aktive neigen wir dazu, funktionierende Lösungen zu wiederholen und dabei den Aufwand zur Erbringung der Lösung zu reduzieren. Die gefundenen Ansätze werden dann auf das Schlagwort „Best Practice“ eingedampft und so lange heruntergeleiert, bis wir mit Erstaunen feststellen, dass sich die Ausgangslage längst geändert und die bestehende „Practice“ wohl vieles ist, aber längst nicht mehr „Best“. Dem kann jeder folgendermassen begegnen:

Tipp 3: Sich gezielt neuen Einflüssen aussetzen ...

... um zu verstehen, welche Strategien Kollegen ausserhalb der IT zur Lösung ihrer Aufgaben anwenden. Ein Redaktionsmitglied bekam seine letzten zwei grossartigen Inputs von einem Zimmermann und seiner fünfjährigen Tochter.

Tipp 4: In unregelmässigen Abständen die Grundsätze hinterfragen ...

... von denen man beinahe dogmatisch überzeugt ist: Was wäre, wenn die fixe Idee X sich als total falsch erweisen würde? Welches wäre die nächstliegende Annahme und wie würde dies die Lösungsansätze beeinflussen?

Tipp 5: Sich in Geduld üben

Das ist am Schwersten. Neue Ideen und Ansätze entstehen nur sehr selten über Nacht, sondern als Resultat der Auseinandersetzung mit Anderen und Anderem.

Tipp 6: „Innovativ Mit-Denken, qualitativ handeln“

Innovativ bleiben, interessiert sich informieren und auch selber à jour halten, Ideen und adaptierbare Innovation aktiv einbringen. Mit-Denken, voraus-denken und vor allem zu-Ende-denken von A bis Z damit Nachhaltigkeit entsteht. Qualität für den Kunden als ein zunehmend wichtiges Unterscheidungsmerkmal im Markt anstreben, dann wird Vertrauen gewonnen.

Tipp 7: „Share to Evolve“

Nicht zuletzt ist es sinnvoll, nicht allein zu bleiben, sondern Erfahrungen und Wissen offen teilen und vermehren, um sich dadurch gemeinsam weiterzuentwickeln.

Autoren aus der Informatik

Die Tipps stammen von der AG Redaktion swissICT Magazine. Die AG setzt sich zusammen aus Mitgliedern, die in der ICT-Branche arbeiten: Marcel Gamma, Barbara Jasch, Dominic Loher, Fridel Rickenbacher, Thomas Winkelmann, Stefan Züger.