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Ein Tag im Dunst der Cloud

Bereits zum 5. Mal hat am 14. März 2018 der Cloud Use Cases Day stattgefunden. Die Veranstaltung, bei der swissICT als Co-Organisator mit an Bord war, bot wiederum ein reichhaltiges Programm.

Gastgeberin Stella Gatziu Grivas von der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) eröffnet die Veranstaltung mit dem Hinweis, dass die Themen Cloud und Digitalisierung laufend an Relevanz gewinnen. «Wir diskutieren schon längst nicht mehr ob, sondern wie wir in die Cloud gehen sollen», hebt sie hervor. «Der Druck auf die IT wächst.» Nicht zuletzt deshalb, weil offenbar die Wahrnehm ung zum Thema Cloud von Business und IT in den Unternehmen nach wie vor ziemlich unterschiedlich sind, wie die FHNW im vergangenen Jahr in einer Studie herausfand.

Lösung: Miteinander reden!
Später in der Veranstaltung, im Rahmen eines Podiums, kommt man dann auf eine Idee, wie dieses Wahrnehmungs-Problem am besten zu lösen sei. Und die Antwort liegt auf der Hand: Man muss mehr miteinander reden – abteilungs- und funktionsübergreifend! Dies ist jedoch nicht immer einfach, weil es in einer Transformation immer auch Verlierer gibt. Diese Angst ist denn auch ein entscheidender Hemmschuh, der die Transformation vielerorts verzögert.

Ursache: Internet verschlafen
René Büst vom AI-Spezialisten Arago geht in seinem Beitrag auf Ursachenforschung, weshalb die überwiegende Mehrheit der Technologie-Innovationen aus den USA oder Asien kommt. «Wir Europäer haben das Internet verschlafen», spricht er Klartext. «Wir hätten das Internet nicht nur nutzen, sondern auch mitent­wickeln sollen.» Für Büst ist die ­Digitale Revolution denn auch eher eine Evolution, denn die Entwicklungsschritte der Digitalisierung finde schon seit über einem halben Jahrhundert statt.

Einen konkreten 10-Punkte-Plan für eine zukunftsgerichtete Informatik-Organisation in Unternehmen legt Nils Urbach, Professor an der Universität Bayreuth, vor. Organisatorisch liegt diese näher beim Vorstand.  Zudem spielt das Partner Management eine wichtigere Rolle, denn «Zulieferer werden zu Innovations-Partnern». In der «neuen» Organisation müsse man ausserdem auch eine gewisse Schatten-IT akzeptieren können, da man sonst Innovation gleich im Keim erstickt. Im Gegenzug müssten Sicherheitsfragen ebenfalls höher gewichtet werden als dies heute vielerorts der Fall sei.

Thomas Flatt dankt der Fachgruppe Sourcing & Cloud
swissICT Präsident Thomas Flatt nutzt seinen Slot zur Verdankung des Engagements des Kernteams der Fachgruppe Sourcing & Cloud, die ganz wesentlich am Inhalt der Veranstaltung mitgearbeitet hat. Es sind dies namentlich Roman Pfenninger, Carmen De la Cruz, Juan Antonio Hernandez, Urs Müller, Jürg Hänni und Philipp Müller.

Gastgeberin Stella Gatziu Grivas von der FHNW mit swissICT-Präsident Thomas Flatt. © Netzmedien/Foto: Coen Kaat