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E-ID-Umfrage: Eine klare Sache

Am 14. Juni hat Thomas Flatt im Kontext der Debatte zur E-Identität in seiner Seitenblick-Kolumne die wichtigsten Kontroversen rund um das Thema skizziert und eine Umfrage lanciert, welche bis am 30. Juni lief.

Die Resultate lassen aufhorchen: Eine E-ID mit Sicherheitsmerkmalen, die einem biometrischen Pass entsprechen, sollen ausschliesslich vom Staat herausgegeben werden können. Dafür sprechen sich fast 86 Prozent der Umfrageteilnehmer aus. Gleichzeitig befürworten 74 Prozent, dass alle Interaktionen in Zukunft in erster Linie elektronisch erfolgen sollen, was ein Beleg für ein Bedürfnis ist. Dies umso mehr, als über 75 Prozent angeben, dass sie sich in den vergangenen 12 Monaten auch ausserhalb von Reisen mit staatlichen Dokumenten ausweisen mussten.

Kommentar von Thomas Flatt zu den Ergebnissen der Umfrage:

 «E s ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Resultate im Widerspruch zu den aktuellen Bestrebungen stehen, wonach ganz ausdrücklich auch private Anbieter E-ID's als Herausgeber vorgesehen sind und sich von staatlichen Behörden «nur» das Gütesiegel geben lassen müssen. Müsste nicht vielleicht der Staat dem Thema ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken und die Sache auch infrastrukturtechnisch in die eigenen Hände nehmen? Diese Frage drängt sich aufgrund dieser Umfrage, die natürlich nicht repräsentativ ist, auf. Fortsetzung folgt.»