7. Dezember 2020

Das Büro in der Hosentasche

Seit die Corona-Infektionen wieder steigen, ist klar: Man wird wohl noch lange von zu Hause aus arbeiten müssen oder wollen. Mittlerweile nutzen über 42 Prozent der Arbeitenden in der Schweiz ihre eigenen Laptop und Smartphones fürs Geschäft und es werden immer mehr. Beekeeper CEO Cris Grossmann erklärt in einer Mini-Reihe von Blogbeiträgen, warum sich die BYOD-Strategie für Unternehmen lohnt und was es zu beachten gibt.

Bei vielen Branchen ist diese Entwicklung schon länger im Gang: Bring Your Own Device – kurz BYOD. Das kennen Bauarbeiter, Logistiker, Hotelangestellte oder Spitalpersonal schon lange. Schliesslich spielt sich ihre Arbeit nicht im Büro ab, sondern auf der Baustelle, beim Patienten oder im LKW, wo sie immer erreichbar sein müssen.

Um nicht verschiedene Geräte mitführen zu müssen, haben sie ihr privates Smartphone, kommunizieren über zwei verschiedene SIM-Karten oder nutzen Kommunikations- und Kollaborations-Apps, welche die Daten Schweiz- und EU-konform in der Cloud abspeichern. 

Zwei Nummern ein Handy, was bringt das?

  1. Trennung von privater und geschäftlicher Nutzung: Die Möglichkeit Geschäftsnummern, also auch Festnetznummern, auf das Handy umzuleiten, sind heutzutage vielfältig und verschiedene Anbieter bieten diesen Service kostenlos. Zudem können die Dienste am Feierabend einfach auf den automatischen Telefonbeantworter umgeleitet werden, damit man nicht unnötig gestört wird. 
  2. Für Sales-Aktivitäten: Man kann A-B-Tests mit zwei Nummern machen und so herausfinden, welche besser funktioniert.

Wie funktionieren mehrere Nummer über ein Handy?

  1. Dual-SIM-Handy: Wer explizit eine zweite Handynummer fürs Geschäft braucht, kann mittlerweile ganz einfach zwei SIM-Karten in einem Dual-SIM-Handy aktivieren. Diese lassen sich beliebig parallel benutzen, ausschalten und wieder einschalten. So kann auch sauber zwischen dem Geschäfts-Abo und dem privaten Abo getrennt und abgerechnet werden. Je nach System wählen Sie vorher aus, welche SIM-Karte standardmässig für SMS, mobiles Internet und Gespräche genutzt wird. Oder Sie wählen vor jeder Aktion die jeweilige Karte aus.
  2. Rufnummer-Apps: Nicht alle Handys haben zwei Steckplätze für SIM-Karten. Wer eine moderne und günstige Lösung sucht, findet diese bei verschiedenen App-Anbietern. Alles, was man dazu braucht, ist die entsprechende App, die es für iOS und Android gibt. Wer sich registriert, bekommt eine separate Rufnummer zugewiesen – man kann sogar eine Rufnummer auswählen.
  3. eSIM bei mehreren Devices: Die neuartige eSIM könnte zum Standard werden, denn sie erspart uns allen die nervige Fummelei mit verschiedenen Karten. Die eSIM ist fix in allen Geräten eines Users drin und läuft über einen Mobilfunk-Vertrag. Sie können einfach digital aktiviert – und bei Vertragswechsel deaktiviert und wieder reaktiviert werden. 

Es gibt also einige Vorteile und Gründe, zwei Nummern auf einem Handy zu nutzen. Wer so seine Kommunikation mit Kunden und Arbeitskollegen im Griff hat, fragt sich vielleicht, wie das ganze mit verschiedenen Chat-Apps aussieht.

Da hier Business und Privat sowieso nie vermischt werden darf, sollte man einfach eine Kommunikations-Apps  für die Arbeit verwenden und andere Apps für den privaten Gebrauch. Unterscheiden sich die Apps optisch und sind so geordnet, dass es keine Verwechslungen gibt, sind Sie parat für das Büro zuhause.

 

Zum Autor: Cris Grossmann ist CEO bei der Beekeeper AG und promovierter Chemieingenieur der ETH Zürich. Bevor er Beekeeper 2012 gegründet hat, arbeitete er als IT-Stratege für Accenture und betreute in diesem Rahmen mehrere grosse, internationale Projekte. In der Corona-Krise hat er und sein Team vielen neuen Kunden in weniger als 48 Stunden die Beekeeper Mitarbeiter-App aufgesetzt.

Bild: zvg / Beekeeper 

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