3. November 2020

Agilität & Freelance in der IT: Sind Sozialversicherungen für den Wandel gewappnet?

Zwei Monate sind seit der Arbeitswelten-Konferenz vergangen. Wir blicken mit Andri Mengiardi, CEO von esurance, auf das Podium zum Thema «Zukunft der ICT-Branche» zurück. Im Fokus dabei: Was bedeutet der Wandel hin zu mehr Agilität und Freelance versicherungstechnisch? Sind Sozial- und Personenversicherungen für diese Zukunft gewappnet?

«Mehr Agilität, mehr Freiraum, mehr Unabhängigkeit, mehr Selbstständigkeit wird von Seiten der Arbeitnehmer gewünscht – und das ergibt auch Sinn.» So fasste Andri Mengiardi, CEO von esurance, eine wichtige Erkenntnis der Arbeitswelten-Konferenz am 10. September in Zürich zusammen. Die Teilnehmenden waren sich einig: Die Zukunft ist flexibel und agil, Arbeitszeiten und -orte individualisieren sich, Stellen werden häufiger gewechselt, man bildet sich öfter weiter und wechselt mehrmals das Tätigkeitsfeld. Daraus resultieren neue Arbeitsformen, die projektbezogen und nicht zwingend arbeitgeberbezogen sind.

Leider sei die IT-Branche – und besonders Freelancer und Selbstständige – mit ihren zukünftigen Fragestellungen im Schweizer Versicherungssystem nicht ideal aufgehoben: «Da haben wir unser grossartiges Drei-Säulen-System, aber diese drei Säulen denken in Silos. Und das ist für alle ohne Versicherungswissen eine echte Challenge.» Anbieter von Sozial- und Personenversicherungen sowie Vorsorgewerke müssten stattdessen bei den Entwicklungen in der Arbeitswelt mitziehen und mit ganzheitlichem Blick auf die Bedürfnisse der einzelnen Selbstständigen eingehen. Doch was genau sind diese Bedürfnisse?

Gesucht: Neue Formen und integrale Versicherungslösungen

Wenn die Leute andere Anstellungsverhältnisse haben, entstehen automatisch neue Bedürfnisse im Umgang mit Versicherungen. Das trifft ganz besonders auf Selbstständige zu: «Wenn man angestellt ist, ist das Aufgabe der HR-Abteilung, Ende Monat wird ein Teil vom Lohn abgezogen und gut ist.  Aber wenn ich jetzt selbstständig bin, dann stellt sich die Frage: Welche Versicherungen brauche ich jetzt, welche bekomme ich überhaupt und was kann ich mir leisten?»

In der zukünftigen IT-Arbeitswelt stellen sich versicherungstechnisch im allgemeinen neue Fragen. Wenn beispielsweise ein Mitarbeiter im Home Office die Treppe hinunterfällt, ist das dann ein Berufsunfall oder ein Nichtberufsunfall? Noch komplexer: Haftungsfragen. Wie wird geklärt, wer in so einem agilen, vielschichtigen und individuellen Umfeld wofür haftet?

Der Weg zu besseren Lösungen

Wie können Lösungen geschaffen werden, die die Arbeitswelt von morgen braucht? «swissICT hat mit der neuen Verbandslösung sicher den richtigen Ansatz gewählt. Man muss da wirklich die kollektive Kraft der Kleinen bündeln, sonst kommt man nicht zu gescheiten Lösungen», meinte Andri Mengiardi.

Die drei Säulen des Versicherungsystems müssen – zumindest technisch – zusammengebracht und ihre Angebote für Selbstständige einfacher und zugänglicher werden. Es müssen also Taten her, damit die Arbeitswelt der Zukunft relevant und zuverlässig abgesichert ist. So schloss denn auch Andri Mengiardi: «Für eine solche Lösung braucht es jedoch Entscheidungen – und vor allem Taten und Mut.»

 

Autorin: Vanessa Manser, Account Managerin bei esurance

Bild: Screenshot der Video-Aufzeichnung

Disclaimer: Dieser Artikel erscheint im Rahmen der Partnerschaft mit esurance, einem Mitglied von swissICT. Gemeinsam mit dem digitalen Versicherungsbroker esurance und dem Label swiss made software bietet swissICT seit April 2020 branchenspezifische und kostengünstige Versicherungslösungen an. Alle Informationen rund um dieses Angebot finden Sie unter www.swissict.ch/esurance

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